Wein der deutschen Einheit – So schmeckt Deutschland

A taste of germany: 25 years on from reunification.

So lautet der Titel eines lobenswerten Projektes der Universität & Hochschule Geisenheim. Diese weltbekannte deutsche Winzerschmiede führt seit mehreren Jahren auch ein Internationales Department. Und eben dieses Department hat die Initiative zu einem „Wein der deutschen Einheit“ gestartet.

Wein der deutschen Einheit

Eine rote sowie eine weiße Cuveé sind es geworden. Der Weißweine besteht zu 60% aus Riesling (kein Wunder in Deutschland). Die restlichen 40% setzen sich aus Chardonnay, Silvaner, Scheurebe, Müller-Thurgau, Pinot Blanc und Solaris. Der Rotwein besteht zu fast 90% aus Pinot Noir (unsere deutschen Freunde würden wohl eher Spätburgunder dazu sagen).

Namhafte VDB Mitglieder und Großbetriebe haben genauso mitgemacht wie auch kleine, bislang unbekannte Weingüter. Was alle teilnehmenden Weingüter eint: irgendwer am Weingut hat mit der Hochschule Geisenheim zu tun. Meist als Absolvent.
Die entstandenen Weine sind die offiziellen Weine der deutschen Einheit und werden auch bei offiziellen Anlässen kredenzt werden.

Projekt: top. Packaging: naja

Wenn wir uns einen ganzheitlichen Blick auf diese Projekt erlauben, dann können wir festhalten, dass wir die Idee und die Umsetzung aus grundsätzlicher und ökologischer Sicht cool finden.
Nicht ganz unseren Stil trifft das Packaging.

Eine kurze Recherche ergibt, dass die Studenten aus Gerissenheit nicht nur das Projekt entwickelt und umgesetzt haben – sie haben alle wichtigen Bestandteile des Projekte quasi selbst gemacht. So auch das Packaging des Weißweins.
Vielleicht hätte man beim Design eventuell Profis ran gelassen.
Dass das auch nicht immer helfen muss zeigt der Rotwein. Das Design des Etiketts ist eine Arbeit der bekannten deutschen Künstlerin Susanne Titze. Sie entnehmen unseren Worten: gefällt uns auch nicht so ganz.

Wie schmeckt jetzt die deutsche Einheit?

Zu guter letzt müssen die beiden Weine aber freilich vor allem eines: schmecken. Und diesen Testteil haben wir uns für den Schluss aufgespart.

Wir haben den Rotwein zuerst geöffnet und ihm bei 16° Celsius eine Stunde Sauerstoff gegönnt.
Die Weiße wurde zuerst gekostet. Bei knappen 10° Celsius wurde gestartet. Gekostet wurde mit Gabriel Gläsern.

Einheitswein weiß

2014, Cuveé 60% Riesling
11,5 Vol. %

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Der weiße Wein der deutschen Einheit

Ein farblich sehr heller, aber rieslingtypischer Wein schwingt durchs Glas. Die später auftauchende, knackige Säure lässt bereits das Bukett vermuten. Ein sehr frischer Wind weht uns entgegen. Den Riesling kann das Teil aber nie leugnen. Etwas Zitrus, etwas Steinobst und auch ein paar vegetale Noten finden wir hier.

Riecht trinkfreudig und ist definitiv nicht üppig. Schlucken genommen, kurz innen gehalten und dann versucht die Eindrücke zu sammeln. Das ist zu erst mal knackig sauer. Aber weniger als man erwartet hätte (2014!).

Als zweites kommen Steinobstsorten samt der typischen Süße. Als der Schluck weg ist äußerst sich etwas am Gaumen und an den Zungenrändern, dass wohl eher Schwefel sein wird als dass es Mineralik wäre. Aber irgendwie steht dem Wein dieser Abschluss ganz gut.

Wir waren skeptisch, müssen aber festhalten: ein saubere Wein, der seinen Löwenanteil an Riesling nie verleugnet. Spannend zu erfahren wäre, was dieser Wein „im Einkauf“ kosten hätte sollen um ihn im Vergleich zu anderen Weinen betrachten zu können.
Fazit: ein trinkfreudiger Wein für die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit. Die werden Spaß haben, die Ehrengäste von Angie M.

Einheitswein rot

2014, Cuveé 90% Pinot Noir
12 Vol. %

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Der rote Einheitswein

Pinot bleibt Pinot. Ein ganz typischer, leichter Rotton prägt den Wein den wir im Glas haben. Ein schlankes Burgunderchen (12%) das beim ersten „Anriechen“ auch gleich klar macht, was es sein will: everybody´s darling.

Das riecht hier, wie im Burgunder-Bastelladen. Nicht besonders tiefgründig, aber jedenfalls erkennbar und ehrlich. Man vermutet schon, dass da und dort bei den Cuveé-Bestandteilen ein wenig (oder ein wenig mehr) Holz im Einsatz war. Und das was man hier riecht schmeckt man dann so nicht.

Ein gut trinkbares, deutlich burgunderlastiges Weinchen. Beerentöne und ein Busserl Kirsch findet man schon. Ein schönes Säurespiel kann man attestieren. Im Ausklang sind da aber klare bittere Noten…die wirken ein wenig sperrig. Könnte mit mehr Luft auch weicher werden. Das war aber eine Möglichkeitsform
Fazit: auch dieser Wein wird den Feiergästen Spaß machen. Ein Wertung ersparen wir uns auch hier im Nicht-Wissen, was dieser Wein kosten soll.

Wir wissen jetzt also, wie die deutsche Einheit schmeckt. Wenn ihr das auch wollt, dann wendet euch an die Hochschule Geisenheim .

Hillinger Wein – Weinbau und mehr von Leo Hillinger

Als Leo Hillinger im Jahr 1990 den Weinbaubetrieb seiner Eltern übernahm, war er gerade einmal 23 Jahre alt, jung an Jahren, doch bereits reich an Erfahrung. Leo Hillinger besuchte mehrere Weinbauschulen und praktizierte in verschiedenen Weinbaubetrieben, sowohl im In- wie im Ausland. Heute ist das Weingut Hillinger einer der größten privaten Betriebe in Österreich. 50 Hektar Anbaufläche nennt er sein eigen und weitere 50 Hektar werden von Vertragswinzern bewirtschaftet. Rund 20 Hektar der gesamten bewirtschafteten Fläche befinden sich in den besten Weinlagen rund um Jois und Rust im Burgenland. 50 Prozent seiner Weine werden exportiert. Dabei finden sich Hillinger Weine nicht nur in Verkaufsregalen und Vinotheken, sondern sie werden auch auf Flügen der Austrian Airlines und auf Kreuzfahrtschiffen serviert.

Leo Hillinger  – Weinbauer aus Leidenschaft

Leo Hillinger ist Weinbauer aus Leidenschaft, bei seiner Arbeit überlässt er nichts dem Zufall. So werden etwa nur handverlesene Trauben verarbeitet, bei denen der entsprechende Reifegrad garantiert ist.  Für ihn muss die Traube perfekt sein und sich in der Flasche wieder finden. Dass dieser Leitsatz auch gelebt wird, beweisen seine Weine, von denen viele durch  hohe Auszeichnungen gewürdigt wurden. Neben den gängigen Weißweinsorten setzt Hillinger auch auf Welschriesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Gelben Muskateller.

Und das Weingut Hillinger wäre kein burgenländischer Weinbaubetrieb, würden sich nicht auch Rotweinsorten in seinem Sortiment finden. Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent keltern neben Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot in seinem modernen Keller in Jois, der im Jahr 2004 samt Produktionshalle fertiggestellt wurde. Auch hier überließ Leo Hillinger nichts dem Zufall, zähl die Anlage doch zu den modernsten in Europa. Seinen neuen Premium-Rotweincuvée präsentierte Hillinger im Oktober 2013 unter dem verheißungsvollen Namen Icon Hill in einer von der britischen Künstlerin Zaha Hadid entworfenen Flasche. Die Linie Flat Lake, vertreten durch Blaufränkisch-Zweigelt-Limitation, Rotwein Cuvée Top Limitation Gold und Premium Selection sowie Silver Weißweincucvée und Pinot Blanc Chardonnay, finden sich auch im Weinangebot eines österreichischen Lebensmitteldiscounters.

Shops und Bars von Hillinger

2006 eröffnete Leo Hillinger seinen Flagship-Store in Parndorf, in dem das gesamte Sortiment seiner Weine angeboten wird. Vertreten durch Shops, Bars und Lounges ist das Weingut aber auch in Wien, Salzburg, Kitzbühel und München, wo in der Schrannenhalle im Hillinger Shop die Weine präsentiert werden. Hillinger Weine sind längst zu einer Marke geworden, zu einem Wahrzeichen burgenländischer Weinqualität. So wird auch im Gault & Millau gefragt, ob ein Mann, dessen Name bereits Marke ist, noch einer Positionierung bedarf.

Und doch finden sich in dem Guide für Gourmets der Blaufränkisch Terroir und der Traminer Eiswein 2012, weil sie in ihrem Charakter zwar die typische Hillinger Prägung aufweisen, sich dennoch abheben. Rar und köstlich sind die anerkennenden Worte der Geschmacksexperten. Doch dass dieses Lob für das gesamte Weinsortiment gilt, haben die vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen längst bestätigt.

Mehr: https://www.leo-hillinger.com/de

Weninger Wein – Winzer des Jahres 2013

Vater und Sohn samt Familie wurden 2013 Winzer des Jahres bei Captain Cork, dem Leitmedium für Weinfreunde. Nicht ein einzelner Winzer wurde ausgezeichnet, sondern die ganze Winzerfamilie, denn am Erfolg des Bioweinguts Weninger sind alle Familienmitglieder beteiligt. Bezeichnet als Vorreiter der Biodynamik, denn Franz Weninger stellte als erster mittelständischer Weinbauer im Burgenland auf Biobetrieb um, wurde besonders die Lebensleistung, das strenge Befolgen der selbst gesetzten Richtlinien gewürdigt. Winzer des Jahres zu sein, war jedoch Vater Franz Weninger schon einmal vergönnt, im Jahre 1996 bei Falstaff.

Weninger Wein – Erfolgsgeschichte aus Horitschon

Franz Weninger übernahm 1982 den mittelständischen Weinbaubetrieb der Eltern mit einer Anbaufläche von 7 Hektar. Der damalige Jungwinzer stellte die Produktion auf Qualitätsweinerzeugung um. Er erbaute das Weingut samt Fasskeller, Verarbeitungshalle, Degustationsraum, Gästezimmern und Wohnbereich vollkommen neu. Ab 1997 wurde von der Familie Weninger nicht nur Weinbau in Horitschon betrieben, sondern auch in Balf bei Sopron. Auch das Gut in Sopron wurde bald nach dem Erwerb auf Biobetrieb umgestellt. Seit 2002 wird es von Franz Reinhard Weninger, dem Sohn, geleitet. Schon immer stand  der Blaufränkische  auf dem Betrieb im Mittelpunkt, doch der 1999 erstmals gekelterte  Blaufränkische Dürrau zählt bis heute zu den besten Rotweinen Österreichs.

Dürrau stammt aus den Horitschoner Rieden, die  sich durch tiefgründige, schwere Böden mit einem hohen Ton- und Eisengehalt auszeichnen. Doch kann ein ungarischer Wein aus dem Hause Weninger mit seinem österreichischen Bruder mithalten, der Kekfrankos, ein mineralischer Premium-Blaufränkischer. Der Syrah sowie der Merlot aus Sopron zählen jedoch ebenfalls zu den besten ungarischen Rotweinen. 40 Prozent der ungarischen Wein werden exportiert, vorwiegend nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz.

Wie der Vater, so der Sohn

2012 übergab Franz Weninger die Leitung des gesamten Familienbetriebes seinem Sohn. Die Anbaufläche ist inzwischen auf 28 Hektar angewachsen und zum Betrieb gehört neben den beiden Weingütern auch die Weingüterkooperation Weninger & Gere im ungarischen Villany. Weninger und Gere betreuen 15 Hektar Weingärten, auf denen ausschließlich Rotweinreben wachsen, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Blaufränkisch und Merlot. In Sopron und Horitschon werden neben den Rotweinen auch Welschriesling, Gemischter Satz und Feherburgundi, ein Pinot Blanc, gekeltert.

Biodynamie from Franz Weninger on Vimeo.

Wie dem Vater ist auch dem Sohn biologischer Weinbau ein besonderes Anliegen. Nach wie vor werden auch die Trauben per Hand gelesen und schonend verarbeitet. Oft wird auf Filtration und Schönung verzichtet. Der Wein soll seine Naturbeschaffenheit bewahren, die Winzer weisen ihn lediglich in eine bestimmte Richtung. Vater und Sohn ist es wichtig, die Seele des Weins zu bewahren und nur wenig in seine Entwicklung einzugreifen.

Mehr: http://www.weninger.com/

Gager Wein – Erstklassiger Rotwein aus Deutschkreutz

In Deutschkreutz, im Mittelburgenland gelegen, wird das Weingut Gager von Josef Gager und seinem Sohn Horst bewirtschaftet. Bis 1999 wurde der Betrieb als Nebenerwerb mit 1,5 Hektar Anbaufläche bewirtschaftet. Die Qualität der Weine und somit ihre Beliebtheit stieg jedoch zusehends, sodass Josef Gager sich seit 15 Jahren nur mehr dem Weinbau widmet. Die Anbaufläche wurde auf 35 Hektar erweitert und das Gut völlig umgebaut.

Seit 2003 arbeitet auch Horst Gager hauptberuflich auf dem Weingut. Für beide steht die Pflege der Weingärten im Vordergrund, denn der Grundstein für die Qualität der Weine wird am Stock gelegt, sind die Winzer überzeugt. Die Kellerwirtschaft setzt lediglich den letzten Schliff und letztendlich wird die in der Natur erreichte hohe Qualität in die Flaschen gefüllt.

 Rote Reben im Mittelburgenland

Das Mittelburgenland wird auch als Blaufränkischland bezeichnet. Beinahe nur Rotweine werden hier angebaut, Hauptrebsorte ist der Blaufränkisch. Aber auch Zweigelt und Cabernet Sauvignon sind stark vertreten. Daneben werden auch die Sorten Merlot, Syrah, Roesler und Tannat angebaut. Das Klima und die Böden der Region, schwere Sand- und Lehmböden mit hohem Wasserspeichervermögen, eignen sich hervorragend für Rotweine, die hier einen typischen, tanninbetonten Charakter entwickeln können.

Der Blaufränkische dominiert auch im Sortiment des Weinguts Gager. So wird der Blaufränkisch Gager, der sich in einem tiefdunklen Rot mit schwarzem Kern zeigt,  seit 2003 gekeltert. Cuvèe Quattro aus den Trauben Sauvignon und Merlot, und Cuvèe Cablot, eine Cuvèe aus Sauvignon, Merlot, Blaufränkisch und Zweigelt, sind ebenso lange im Programm. 2004 wurde das Sortiment durch Q2, eine Cuvée aus Zweigelt und Rösler, und Tycoon, eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Blaufränkisch und Tannat, erweitert. Limitiert wird auch ein reinsortiger Cabernet Sauvignon gefüllt.

Gager Wein auch vor Ort genießen

Wer den Genuss von Gager Weinen mit Erholung und Urlaub verbinden möchte, ist im Deutschkreutzer Weingut bestens aufgehoben. Fünf komfortable Zimmer stehen den Gästen mitten im Ortskern  zur Verfügung und Barriquekeller sowie der Verkostungsraum laden zum Besuch ein. Zeit nehmen zum Kosten, Genießen und Erholen ist in Deutschkreutz angesagt. Und immer steht der Wein dabei im Mittelpunkt, prämiert und ausgezeichnet, wie etwa der Q2, der 2014 im Wein Guide Österreich  5 von 5 möglichen Gläsern verliehen bekam.

Auch Fastaff prämierte, gleich 9 Weine des Weinguts Gager erhielten in diesem Jahr mehr als 90 Punkte. Vater und Sohn wissen woran es ankommt, wenn es um Rotwein geht, denn auch beim ÖGZ Rotweincup 2013 waren es zwei Weine, die 5 von 5 Gläsern von der Jury zugesprochen bekamen. Die Liste der Auszeichnungen ist lang, doch um Gager Wein zu kennen, muss er gekostet werden.

Mehr: http://www.weingut-gager.at/

Grosze Weine – echte Südburgenländer mit Charakter

„Eine 0,75 Liter-Flasche ist für zwei Personen immer zu wenig“, erklärte einst Mathias Krön, Winzer am Eisenberg. Und damit auch für Zwei genug in der Flasche ist, füllt Krön nur Grosze Flaschen, 1-Liter-Gebinde, so wie es einst im Südburgenland ohnehin Tradition war.

Nicht immer war der Wiener Geschäftsmann Winzer, doch die Leidenschaft zum Wein trieb ihn in das südliche Burgenland. Er übernahm das ehemalige Vinum Ferreum, eine Vereinigung von Winzern, die Weinbau auf den steilen und schwer zu bewirtschaftenden Lagen am Eisenberg betrieben. Als Kellermeister holte er sich Markus Bach aus Würzburg an Bord. Gemeinsam keltern sie authentische Weine, in denen der Charakter der Lagen zum Ausdruck kommt. Wild, urwüchsig und manchmal sturköpfig, wie die Winzer ihn beschreiben.

Einmalige Lagen an der Grenze zu Ungarn und Slowenien

In der Region Eisenberg, an der Grenze zu Ungarn und Slowenien gelegen, treffen drei Zonen aufeinander, pannonisches, kontinentales und mediterranes Klima. Einerseits strömt warme Luft aus der Pannonischen Tiefebene ein, andererseits wesentlich kühlere aus den Waldgebieten rund um den Eisenberg, dazu ein Hauch von mediterraner Luft. Das Aufeinandertreffen der Strömungen bewirkt eine eigene Thermik, die einen besonderen Einfluss auf den Charakter des Weins ausübt.

Aber auch die Böden, Schiefer- und Schieferverwitterungsböden, zeigen eine eigene, typische Zusammensetzung, eisenhaltig, tonig mit Lehmauflagen und Quarzeinschlüssen. Mehr als 300 Tage im Jahr steht der Wein hier in der Sonne, die Niederschlagsmengen sind mit rund 650 mm jährlich dennoch relativ hoch. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht zeigen sich atypisch für eine Weinbauregion. Nicht verwunderlich, wenn Bach und Krön den Groszen Wein als wild und urwüchsig bezeichnen.

Grosze Blaufränkischer, ein kerniger Schoppen

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Der Grosze Blaufränkische – Foto: groszerwein.at

Kein Streichelwein mit Kuschelfrucht, sondern ein kerniger Schoppen, so wird der Grosze Blaufränkische bei Captain Cork beschrieben. In der Nase würzig, fruchtig, mit etwas Pfeffer, erweist er sich am  Gaumen tanninig. Und überraschend mineralig ist er, der Eigenwillige vom Eisenberg, der Trinkgenuss in der 1-Liter-Flasche. Der Gemischte Satz aus Grünem Veltliner, Muskateller, Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Welschriesling steht seinem Roten Bruder um nichts nach.

Einerseits zeigt er sich mit einer exotischen Note, andererseits durch den Welschriesling frisch und süffig, dazu kommt der würzige Ton der Muskateller Traube. Der Geschmacksreigen wird durch die anderen Sorten noch harmonisch abgerundet. Frisch und fruchtig besticht auch die Grosze Cuvèe aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Zweigelt mit dem Aroma von Weichsel, Kirsche und Brombeere. Typisch auch hier die Mineralik, charakteristisch für die Lagen am Eisenberg.  Ein Groszer Wein in einer Flasche, die auch für zwei Personen reicht.

Mehr unter http://www.groszerwein.at/

Müller-Thurgau – Rivaner

Die weiße Rebe Müller Thurgau, 1882 von dem Schweizer Hermann Müller im Kanton Thurgau gezüchtet, ist auch unter dem Namen Rivaner bekannt. Die Müller Thurgau Rebe entstand durch eine Kreuzung aus Riesling und Chasselas de Courtillier, auch Madeleine Royal, genannt und stellt die erfolgreichste Neuzüchtung dar. Der Name Rivaner leitet sich aus den Bezeichnungen Riesling und Silvaner her, da zunächst fälschlicher Weise  angenommen wurde, die Rebe sei eine Kreuzung aus den beiden Sorten.

Weltweit beträgt die Anbaufläche rund 42.000 Hektar, auch in Österreich ist die Rebe in allen Weinbaugebieten zu finden. In den Jahren 1999 bis 2009 verringerte sich die Anbaufläche in Österreich jedoch um etwa 40 Prozent. Der leichte, elegante Weißwein ist bei Weinkennern aber derart beliebt, dass gegenwärtig wieder vermehrt Müller Thurgau Reben gesetzt werden.

Müller-Thurgau – Rebe mit geringen Ansprüchen

Müller Thurgau ist eine sehr ertragreiche Sorte, die Erntemengen können bis über 200 Hektoliter pro Hektar ausfallen.  Sie stellt nur wenige Ansprüche an das Klima und den Boden, wobei sie auf tiefgründigen, etwas feuchteren Böden am besten gedeiht. Trockenheit gegenüber zeigt sie sich empfindlich. Anfällig ist sie aber auch gegen den Befall von Peronospora, Oidium und Stielfäule. Ebenfalls der Rote Brenner und Phomopsis können ihr zusetzen, wodurch sich für den Winzer ein größeres Maß an Pflanzenschutzmaßnahmen ergibt als bei anderen Sorten.

Da die Holzreife der Müller Thurgau Rebe mitunter schwach ausfallen kann, können Frostschäden leichter entstehen. Maifröste jedoch schaden der Blüte selten, denn die Blüten sind fest und meist finden sich fruchtbare Beiaugen. Die Reife der großen, grüngelben Trauben  tritt früh ein, sodass besonders der Rivaner oft als Sturm angeboten wird. Bereits beim Genuss der frischen Trauben lässt sich der feine Muskatgeschmack des Rivaners erkennen.

Rivaner – Qualitätsweine mit milder Säure

Der Muskatton ist typisch für den Rivaner, wobei er bei jungen Weinen am stärksten zum Ausdruck kommt. Wird der Wein jedoch lange gelagert, verliert sich das feine Aroma. Der Verlust der Muskatnote tritt oft bereits nach zwei Jahren ein. Im Geschmack blumig, zeigt sich der Rivaner in der Säure mild. Die Säure nimmt auch Einfluss auf das Muskataroma. In säureschwachen Jahren verliert sich der Muskatgeschmack deutlich schneller und die Weine altern rascher.

Je nach Lage und Reifungsbedingungen findet sich im Rivaner auch ein zarter Geschmacksanteil von Ananas, Birne und Apfel. Der leichte Wein kann als süffig bezeichnet werden. Er passt hervorragend zu einfachen Gerichten aus Gemüsen oder Geflügel. Bei zu stark gewürzten Speisen kommt der Wein  durch seinen milden Geschmack nicht zur Geltung.

Die Trinktemperatur sollte zwischen 10 und 12 Grad liegen damit er sein Aroma optimal entfalten kann. Ob als Prädikatswein pur getrunken, oder mit Soda gespritzt, der Rivaner ist stets ein leichter, erfrischender Genuss, der besonders als Sommerwein geschätzt wird.

Herkunft

Wenn ein Schweizer in Geisenheim mit Rebsorten experimentiert, dann entsteht durch die Kreuzung von Riesling x Chasselas de Courtillier (=Madeleine Royale) der Müller-Thurgau (auch Rivaner genannt).

Das war 1882 und der Schweizer der den Müller-Thurgau erfand hieß Hermann Müller. Müller-Thurgau ist vermutlich die älteste Neuzüchtung, die weltweite Verbreitung erlangt hat. 

Die bekannten Synonyme wie Rivaner und Riesling-Sylvaner weisen auf früher angenommene Kreuzungsvarianten hin. Riesling-Sylvaner ist übrigens mittlerweile als Bezeichnung sogar verboten. Also: aufpassen!

Verbreitung

2.102 ha, 4,6 % der Gesamtreibflächen sind mit Müller-Thurgau besetzt. Die Sorte ist in allen Weinbaugebieten von Österreich vertreten. Trotzdem verliert auch diese Sorte an Bedeutung. Ein Rückgang um mehr als 20% an Rebfläche sagt eigentlich alles.

Aussehen

Deformiert könnte man die Blatterscheinung des Müller-Thurgau nennen. Mittelgroß, blasig, kreisförmig, fünflappig, tief gelappt mit verdrehter Mittellappe. Klingt irgendwie „verdreht“, oder?

Eher große Trauben, mitteldicht und zylindrisch wachsend mit ovalen, grüngelb gefärbten Beeren. Das Fruchtfleisch schmeckt süßlich und nach Muskat.

Verwendung

Sehr früh reifend wird der Müller-Thurgau gerne in Form von Most, Sturm, Primeurwein verarbeitet. Weiters findet sich Müller-Thurgau als Verschnitt-Partner in vielen Jungwein-Cuveés. Grundsätzlich kann der Müller-Thurgau aber auch Prädikatsweinreife erlangen. Sein Entwicklungspotential wird oft unterschätzt. Da der Müller-Thurgau für fast alle denkbaren Krankheit ein Faible hat muss in seiner Nähe viel Pflanzenschutz für andere Sorten ausgebracht werden. Dies macht ihn in Zeiten des Bioweinbaus eher zu einem ungern gesehenem Zeitgenossen.

Wein 

Müller-Thurgau bedeutet meist frühreife, milde Weine mit leichtem Muskatgeschmack. 

Bei zu geringem Säuregehalt altern die Weine rasch und sind dann so richtig fad. Als Prädikatswein kann Müller-Thurgau eine hohes Qualitätslevel erreichen und dieses auch lange halten.

Alkoholfreier Wein – Herstellung und Geschmack des Weins ohne Alkohol

Green Pepper war der Name des ersten österreichischen, alkoholfreien Weins, hergestellt zunächst in einem Experiment, das von dem Winzer Rainer Schmid und dem Unternehmen vinumis durchgeführt wurde. Das Ergebnis überraschte, denn mit einem sofortigen Erfolg hatte niemand wirklich gerechnet. Doch der erste alkoholfreie Grüne Veltliner überzeugte in allen Bereichen, Geschmack, Aroma und Würze. Beschrieben als Wein mit frischer, ausgeprägter Würze, schlank am  Gaumen, mit pikanter Würze im Abgang, wird er inzwischen in auch andere europäische Länder exportiert.

Alkoholfreier Wein hat einen durchschnittlicher Restalkohol von 0,25 Prozent

Das Entalkoholisierungsverfahren, ein einfaches Destillationsverfahren, erfolgt im Vakuum bei einer Temperatur von 28 Grad Celsius und dauert lediglich wenige Minuten. Aufgrund der niedrigen Temperatur und der Kürze des Verfahrens bleiben selbst leichtflüchtige Aromastoffe, die sonst bei einer Destillation verloren gingen, im Wein erhalten. Die Aromastoffe finden sich im verdampften Alkohol und können dem inzwischen alkoholfreien Wein wieder zugeführt werden. Auf diese Weise bleibt der Charakter des Weines zur Gänze erhalten.

Herstellung in Österreich

Für die Herstellung werden in Österreich nur hochwertige Weine aus den verschiedenen Anbaugebieten verwendet. Für alkoholfreie Getränke gilt ein gesetzlicher Grenzwert von 0,5 Volumsprozent Restalkohol. Das angewendete Destillationsverfahren ermöglicht jedoch einen Alkoholgehalt von lediglich bis zu 0,25 Volumsprozent. Diesen Wert weisen auch viele unvergorene Säfte auf, selbst Sauerkraut hat einen Restalkoholgehalt von 0,2 bis 0,4 Volumsprozent aufweisen.

Trend zu Alkoholfreiheit bei vielen Getränken

Die Verkaufszahlen des österreichischen, alkoholfreien Weins, der inzwischen auch von anderen Erzeugern aus verschiedenen Sorten hergestellt wird, belegen den Trend der Konsumenten zu weniger Alkohol. Experten sehen den Grund in einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein, aber auch im steigenden Verantwortungsbewusstsein beim Autofahren. In Deutschland etwa betrug die Zuwachsrate bei alkoholfreiem Sekt und Wein im vergangenen Jahr über 30 Prozent. Neben der Reduktion des Alkohols spielt aber auch der geringere Kaloriengehalt des alkoholfreien Weins eine Rolle. Herkömmlicher Wein weist rund ein Drittel mehr an Kalorien auf.

Bei intensiven Rotweinen ist kaum ein Unterschied wahrnehmbar

Obwohl die Verkaufszahlen im Einzelhandel steigen, konnte sich der Alkoholfreie im Gegensatz zu Bieren in der Gastronomie noch nicht durchsetzen. Alkohol gilt als Aromenkatalysator, Kenner und Sommeliers werden deshalb den Unterschied erkennen, der für Laien kaum bis nicht wahrnehmbar ist, speziell bei Sorten wie Cabernet Sauvignon oder anderen intensiven Rotweinen. Durch die Erfahrung bei der Herstellung werden die Verfahren immer ausgereifter, sodass die Aromen in  immer intensiverem Maße erhalten werden. Alkoholfreier Wein bietet in jedem Fall eine gute Alternative zum Anstoßen und Genießen, wenn der Konsum von Alkohol vermieden werden soll. Auf das genussvolle Glas Wein mit Freunden muss selbst von Autofahrern nicht verzichtet werden, der alkoholfreie Wein macht es möglich.

Pozzi Wein – Ein Rotwein aus Sizilien

Ein Wein, der nach Italien schmeckt wie kaum ein anderer. Ein Wein, der Urlaubsgefühle weckt und echte italienische Momente beschert: Pozzi Weine sind edle Tropfen für Genießer, trocken, rot, vollmundig fruchtig – echte Italiener und unter Kennern ein echtes Lifestyle-Produkt.

Neben dem Aglianico IGT – einem trockenen Süditaliener – vermag vor allem der Pozzi Wein Sicilia Rosso Nero d’Avola jeden Liebhaber edler Rebensäfte zu begeistern. Angebaut in der größten Weinbauregion Italiens, Sizilien, gilt er als wahre Kostbarkeit italienischer Winzerkunst. Mit seinem vollmundigen Aroma gesellt sich der Nero d´Avola hervorragend zu herzhaftem Käse, begleitet würzige Geflügelgerichten und passt ebenso gut zu kräftig gebratenem roten Fleisch.

Schon beim Eingießen besticht er durch seine satte, rubinrote Farbe und entfaltet nach und nach ein intensiv fruchtiges Bouquet nach Himbeeren und Pflaumen. Man schmeckt die prachtvolle Landschaft Siziliens geradezu auf der Zunge und schwelgt in typisch italienischen Momenten.

Die Avola Trauben für den Rotwein Siziliens

Nero d‘ Avola – „Schwarzer aus Avola“ – ist eine bekannte Traube der sizilianischen Halbinsel. Ein kräftiger, auffallend farbintensiver Rotwein wird aus ihr gekeltert, den die sizilianischen Bauern früher häufig als einfachen „Zechwein“ tranken. Heute gilt der Sicilia Rosso Nero d´Avola als Perle unter den Rotweinen Italiens.
Die Trauben reifen meist bis Mitte oder Ende September. Dann erfolgt die Weinlese – schonend Rebe um Rebe von Hand. Dieses aufwändige Verfahren lohnt sich nur bei besonderen Weinen, die später für entsprechende besondere Momente verkauft werden.

Pozzi Wein – Lagerung in Eichenfässern

Nach der Lese werden die Trauben auf schnellstem Wege ins Weingut gebracht. Ein so besonderer Wein verlangt natürlich auch eine besondere Reifung: Pozzi Wein wird nicht in großen Tanks, sondern in kleineren, hochwertigen Eichenholzfässern gelagert. Diese ruhige Barrique-Reifung verleiht ihm eine besonders komplexe Struktur. Ruhig und voller Muße will dieser exquisite Rotwein später auch getrunken werden.

Dekantieren ist Pflicht

Nach dem Dekantieren in eine Karaffe mit möglichst breitem Boden erhält der Wein zunächst ausreichend Zeit, um ein wenig zu „atmen“. Kenner reservieren dafür mindestens eine Stunde. Der Kontakt mit der Luft dient der Entfaltung der vielfältigen Aromen, die den Pozzi Wein Nero D`Avola auszeichnen. Weinliebhaber erfreuen sich anschließend zunächst ausgiebig am prächtigen Bouquet, bevor sie Schluck um Schluck genießerisch über ihre Zunge rollen lassen. Ganz entspannt und mit Ruhe. Wie im Italienurlaub eben.

Das Weinparadies Sizilien

Sizilien ist die größte Weinanbaufläche Italiens. Aufgrund ihrer milden Winter und sehr heißen Sommermonate bietet die Halbinsel beste Voraussetzungen für den Anbau hervorragender Weine. Bereits seit dem späten Mittelalter traten die sizilianischen Weine ihre Reise in die Welt an. Für alle typisch – so auch für den Pozzi Wein – ist die kräftige dunkelrote Färbung, verbunden mit dem intensiven Bouquet nach Früchten.

Wein oder Wasser – die Frage des Sommers

Das ist die Frage des Sommers: Wein oderWasser? Waren im letzten Jahr noch Mischgetränke wie der Hugo in, so kommt man dieses Jahr wieder auf den Geschmack des eigentlichen Weines. Gerade die leichten Sommerweine wie etwa der Sauvignon Blanc sind es, die perfekt zu einem lauen Sommerabend passen. Nicht immer wird dieser Tropfen aber pur getrunken. Ein leichter Sommerspritzer war lange Zeit unter Wienkennern verpönt, doch in den letzten Jahren ist die Mischung immer beliebter geworden.

Es stellt sich also nicht mehr unbedingt die Frage „Wein oder Wasser?“, es kann durchaus auch ein Spritzer sein. Bei den echten Weinfreunden ist es aber noch immer so, dass ein Glas Wasser zu einem Achtel Wein gehört, wie die Sonne zum Sommer. Es ist nicht nur gesünder, bei diesen Temperaturen zusätzlich viel Wasser zu trinken, auch der Alkoholpegel bleibt auch einen erlaubten Niveau.

Das Wasser zum Wein sollte dabei nicht zu kalt sein, und in einer Karaffe gereicht werden.

 

Welschriesling

Über seine Herkunft wird vieldiskutiert. Ob als Herkunftsland Oberitalien, Rumänien und Slowenien in Frage kommt, ist sich die Fachwelt uneinig. Uneinigkeit herrscht auch bei der möglichen Abstammung des Welschrieslings. Die mit ihm am nächsten verwandte Sorte ist der Elbling, die älteste Weinsorte Europas. Sie wurde schon von den Römern kultiviert. Gewiss ist jedoch, dass keine Verwandtschaft zum Weißen Riesling besteht. Die Bezeichnung „Welsch“ rührt vermutlich von seiner Kultivierung, die zunächst im romanischen Raum erfolgte, her. Der Begriff „Welsch“ wird aber auch oft mit der Bedeutung „falsch“ und „fremd“ belegt. Falscher Riesling? Nicht zu Unrecht.

Welschriesling in Österreich

welschriesling-traubenMit einem beinahe zehn prozentigen Anteil an der Gesamtrebfläche, stellt der Welschriesling eine wichtige Sorte in Österreich dar und kommt gleich nach dem Grünen Veltliner, ansonsten liegen seine Hauptanbaugebiete in Rumänien und Ungarn. Er bevorzugt frühe, warme Lagen, wobei eine gesicherte Magnesiumversorgung aus dem Boden wichtig ist. Auch seine Ansprüche an den Wassergehalt in den Böden und die Nährstoffversorgung sind groß. Gegen Trockenheit reagiert er mit einem Rückgang an Triebwuchs.

Eine ertragreiche Weinsorte

Stimmen die Verhältnisse, zählt der Welschriesling zu den ertragsreichen Sorten. Seiner Anfälligkeit gegenüber Stiellähme kann durch entsprechende Kulturmaßnahmen entgegengewirkt werden. Die Traube zeigt sich dichtbeerig und wird charakteristisch durch eine mittelgroße Beitraube ergänzt, wobei die Reifung sehr spät erfolgt. Der Ausbau erfolgt trocken bis süß. Im Burgenland wird die Traube häufig zur Beeren- oder Trockenbeerenauslese ausgebaut.

Wein mit großer Qualitätsspanne

Der Welschriesling zeigt eine große Qualitätsvielfalt. Vom einfachen Schankwein über Prädikatsweine bis hin zu den Beerenauslesen, zeigt er ein breites Qualitätsspektrum. Auch als Grundlage zur Sekterzeugung wird er verwendet. Seine Farbe variiert ebenfalls stark, vom sanften Grüngelb bis zum kräftigen Goldgelb spiegelt er alle Töne. Im fruchtigen und blumigen Bukett herrschen grüner Apfel und Zitrus, vor allem Grapefruit und Mandarine, vor. Manchmal schlägt auch ein Heublumenaroma durch. Zusätzliche Nussaromen zeigen sich stärker bei den steirischen Welschrieslingsorten.  Fruchtig ist aber auch der Geschmack, das Apfelaroma entfaltet sich am Gaumen und zeigt sich im Abgang besonders kräftig. Ist er, wie zumeist, trocken ausgebaut, besticht er durch die leichte fruchtige Süße und die typische feine Säure.

Süffiger Wein mit fruchtiger Note

Der Welschriesling gilt als besonders süffige Weinsorte. Im süßen Ausbau kommt die fruchtige Note stärker zum Ausdruck, verbunden mit einem zarten Honiggeschmack. So leicht und süffig, wie sich der Welschriesling gibt, sollten auch die Speisen sein, zu denen er gereicht wird, obwohl er im Grunde zu allen Gerichten passt. Als Sommergetränk wird er gerne aufgrund seiner Fruchtigkeit als Spritzer genossen. Jung getrunken, ist der Welschriesling stets am besten. Bei längerer Lagerung entwickelt sich ein typisches Schwarzteearoma.

Herkunft

Vermutlich ist er ein Italiener, der Welschriesling. Ganz genau ist seine Herkunft aber nicht zu erurieren. Die nächstverwandte Sorte ist der eher unbekannte Elbling. Ganz wichtig und deshalb an dieser Stelle nochmals erwähnt sei: der Welschriesling ist mit dem Weißen Riesling eben NICHT verwandt.

Verbreitung des Welschriesling

3.597 ha = 7,8 %. Das ist mal ein Wert. Somit ist der Welschriesling noch immer der Wein mit der zweitgrößten Anbaufläche in Österreich. Geschuldet ist dies der Tatsache, dass der Welschriesling in nahezu jeder Qualitätsstufe auftaucht und auch als Grundwein für die großen Sektmacher zum Einsatz kommt.

Ebenso gibt´s den Welschriesling  als trinkfreudigen Buschenschankwein in Steiermark. Oder als edelsüße Trockenbeerenauslese im Burgenland. Trotz dieser Vielfältigkeit geht seine Anbaufläche ebenfalls zurück.

Aussehen der Blätter

Drei- bis fünfmalige Blätter mit scharfer Zahlung zeichnen den Welschriesling aus. Mittelgroße, dicht wachsende Trauben mit recht großen Beitragen sind ebenfalls typisch für den Welschriesling. Die Beeren selbst sind rundlich, dünnschalig, punktiert und jedenfalls sehr saftig.

Verwendung der Welschriesling

Grundsätzlich reift er ja spät, der Welschriesling. Und grundsätzlich kann man – wie bereits erwähnt – alles machen aus dem Welschriesling. Die Sekterzeugung freut sich, es können aber auch ausgezeichnete Prädikatweine entstehen. Im Weingarten will Welschriesling eher warme Lagen und Böden mit guter Magnesiumversorgung. Trockenheit mag die Rebe garnicht. Sie reagiert darauf mit Wachstumsstreik.

Der Wein

Welschriesling liefert stets einen ordentlichen Säuregehalt. Damit einher gehen das Bukett nach grünem Apfel und Zitrusfrüchten. Trockene Welschrieslinge sind sehr frische Weine die deftige Speisen perfekt begleiten können. Aber nicht nur das; Prädikatsweine aus Welschriesling zählen zu recht zu den ganz großen Süßweinen der Welt. Feine Honignoten am Gaumen und ein Bukett mit Aromen von exotischen Früchten prägen Süssweine aus Welschriesling. Und dann kommt die omnipräsente Säure. Sollte sie einmal kosten. Ehrlich!

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