Österreichs teuerste Weine – was zeichnet sie aus?

Für kaum ein anderes Genussmittel können Verbraucher so tief in die Tasche greifen wie für guten Wein. Auch in Österreich gibt es einige Sorten, die mit enormen Preisen zu Buche schlagen. Viele Normalsterbliche stellen sich deshalb die Frage, ob der Kauf dieser Sorten tatsächlich lohnt. Was sich dahinter verbirgt, sehen wir uns in diesem Artikel an.

Wein aus dem Seewinkel Burgenland

Manche werden das Schloss Halbturn kennen, welches im Seewinkel Burgenland zu finden ist. Verschiedenen Medienberichten zufolge ist dies auch die Heimat des derzeit teuersten Weins der Republik. Das Weingut Schloss Halbturn verfügt über eine sehr erlesene Auswahl an Weinen, die zu durchaus sportlichen Preisen auf den Markt gebracht werden. Auf das Angebot schaffen es deshalb nur Jahrgänge, die besonders gute Voraussetzungen mitbringen konnten.

Kultiviert werden die Weine allesamt am Jungenberg, wo auch der Boden für besonders gute Bedingungen sorgt. Dafür sorgt die Bodenstruktur aus Quarzen und der für die Region typische Muschelkalkboden mit Schieferschichten. Dieser Boden liefert dem Wein genau die richtigen Nährstoffe, um gut gedeihen zu können und dem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden.

Eine gut betuchte Zielgruppe

Doch wie viel Geld ist nun notwendig, um selbst in den Genuss von Österreichs teuerstem Wein kommen zu können? Ganz an der Spitze stand zuletzt eine Flasche des Cabernet Franc aus dem Jahrgang 2015. Für 0,75 Liter dieses edlen Tropfens mussten 900 Euro auf den Tisch gelegt werden. Etwas günstiger sind die Flaschen aus dem Jahrgang 2011, da sich die Bedingungen leicht unterscheiden. Hier sind Interessierte schon ab 650 Euro pro Flasche dabei. Damit unterscheiden sich die Preise deutlich von anderen Winzern.

Entsprechend gut betucht ist die Zielgruppe, an die sich das Angebot des Schlosses richtet. Wer nicht mit einem enormen Einkommen gesegnet ist, welches den Kauf dieser Weine erlaubt, für den bleibt zum Beispiel die Teilnahme an der Lotterie als Option. Auch online besteht die Möglichkeit, sich an der Ziehung der Euromillionen zu beteiligen und damit für finanziell neue Verhältnisse zu sorgen.

Was macht den Wein so kostspielig

Doch welche Faktoren abseits des hochwertigen Bodens sind dafür verantwortlich, dass so enorme Summen für eine Flasche aufgerufen werden? Dies ist zum einen die Tatsache, dass das luxuriöse Weingut nur kleinste Mengen auf den Markt bringen kann. Die Weine eines jeden Jahrgangs bleiben ein knappes Gut und ziehen so mehr Interesse auf sich. Inzwischen ist es in der Region zu einem Statussymbol geworden, zumindest ein paar Flaschen mit dem Etikett von Halbturn im Keller zu haben.

Hinzu kommt die späte Platzierung: Die Erstweine kommen frühestens fünf Jahre nach der Ernte auf den Markt. Auch diese lange Wartezeit ist dafür verantwortlich, dass die Preise so hoch liegen. Geduld ist also gefragt, um überhaupt zum Zug zu kommen.

Österreichs teuerste Weine als Geldanlage

Weine wie der Cabernet Franc aus dem Jahr 2015 sind deshalb keineswegs nur für Genießer interessant. Dank ihrer Knappheit eignen sie sich als Sachwerte auch für die Geldanlage. Hier besteht die Chance, von einer Wertsteigerung zu profitieren, die über die Jahre einsetzt. Ein solcher Effekt war schon in den letzten Jahren zu beobachten gewesen.

Vosne-Romanée Wein: Das Geheimnis eines außergewöhnlichen Burgunder

Der Vosne-Romanée Wein ist eine wahre Legende unter den Weinen der Welt. Seine Herkunft aus dem gleichnamigen Dorf im Herzen von Burgund, Frankreich, ist geprägt von einer reichen Geschichte und einem einzigartigen Terroir, das diesen Wein so besonders macht. Lassen Sie uns gemeinsam die Welt des Vosne-Romanée Weins entdecken und in die Geheimnisse seiner Herstellung eintauchen.

Das Terroir von Vosne-Romanée

Vosne-Romanée, ein renommiertes Weingebiet in Burgund, Frankreich, ist für seine außergewöhnlichen Pinot Noir-Weine bekannt. Das Terroir von Vosne-Romanée ist das Ergebnis einer einzigartigen Kombination von Klima, Boden und Lage innerhalb der Côte de Nuits. Hier werden einige der besten Weine der Welt produziert.

Einzigartige Kombination von Klima und Boden

Das Klima in Vosne-Romanée ist gemäßigt kontinental, was bedeutet, dass es warme Sommer und kalte Winter gibt. Die Region profitiert von einer perfekten Mischung aus Sonnenschein, Regen und Wind, die für die Reifung der Trauben und die Entwicklung ihrer komplexen Aromen entscheidend ist.

Die Böden in Vosne-Romanée sind sehr vielfältig und bestehen hauptsächlich aus Kalkstein und Mergel. Diese einzigartige Zusammensetzung sorgt für eine gute Drainage und verleiht den Weinen ihre charakteristische Mineralität und Eleganz.

Einige wichtige Merkmale des Klimas und des Bodens sind:

  1. Durchschnittliche Jahrestemperatur: 11°C
  2. Durchschnittlicher jährlicher Niederschlag: 700 mm
  3. Bodentypen: Kalkstein, Mergel und Ton
  4. Höhenlage: 250-350 Meter über dem Meeresspiegel

Die besondere Lage innerhalb der Côte de Nuits

Die Côte de Nuits ist eine der berühmtesten Weinregionen der Welt und erstreckt sich von Dijon bis Corgoloin. Vosne-Romanée liegt im Herzen der Côte de Nuits und profitiert von einer optimalen Lage, die es ermöglicht, erstklassige Weine zu produzieren.

Einige Faktoren, die zur besonderen Lage von Vosne-Romanée beitragen, sind:

  • Nähe zur Stadt Dijon, die einen einfachen Zugang zu Ressourcen und Vertriebskanälen bietet.
  • Südost-Ausrichtung der Weinberge, die eine optimale Sonneneinstrahlung gewährleistet.
  • Die Hanglage der Weinberge begünstigt die Entwässerung und verringert das Risiko von Frostschäden.
  • Das Gebiet verfügt über einige der renommiertesten Grand Cru-Weinberge, wie z.B. Romanée-Conti, La Tâche und Richebourg.

Die Grand Crus von Vosne-Romanée

Vosne-Romanée ist Heimat von insgesamt sechs Grand Cru-Weinbergen, die einige der teuersten und begehrtesten Weine der Welt produzieren. Im Folgenden finden Sie eine Liste der Grand Crus und ihrer jeweiligen Besonderheiten:

  1. Romanée-Conti
    • Größe: 1,81 Hektar
    • Durchschnittliche Produktion: 6.000 Flaschen pro Jahr
    • Bekannt für: außergewöhnliche Komplexität, Tiefe und Langlebigkeit
  2. La Tâche
    • Größe: 6,06 Hektar
    • Durchschnittliche Produktion: 18.000 Flaschen pro Jahr
    • Bekannt für: kraftvolle Struktur, Aromenvielfalt und exzellente Alterungsfähigkeit
  1. Richebourg
    • Größe: 8,03 Hektar
    • Durchschnittliche Produktion: 25.000 Flaschen pro Jahr
    • Bekannt für: Tiefe, Eleganz und bemerkenswerte Alterungspotenzial
  2. Romanée-Saint-Vivant
    • Größe: 9,44 Hektar
    • Durchschnittliche Produktion: 30.000 Flaschen pro Jahr
    • Bekannt für: Finesse, Harmonie und eine beeindruckende aromatische Palette
  3. La Grande Rue
    • Größe: 1,65 Hektar
    • Durchschnittliche Produktion: 5.000 Flaschen pro Jahr
    • Bekannt für: Raffinesse, Mineralität und seidige Tannine
  4. La Romanée
    • Größe: 0,84 Hektar
    • Durchschnittliche Produktion: 2.000 Flaschen pro Jahr
    • Bekannt für: Intensität, Komplexität und einzigartige Persönlichkeit

Die Premier Crus von Vosne-Romanée

Neben den renommierten Grand Crus verfügt Vosne-Romanée auch über eine beeindruckende Anzahl von Premier Cru-Weinbergen, die Weine von hoher Qualität und Einzigartigkeit hervorbringen. Einige der bekanntesten Premier Cru-Weinberge sind:

  • Les Suchots
  • Les Malconsorts
  • Les Beaux Monts
  • Les Chaumes

Winzergemeinschaften und Kooperationen

In Vosne-Romanée gibt es mehrere Winzergemeinschaften und Kooperationen, die zusammenarbeiten, um die Qualität ihrer Weine zu erhalten und zu fördern. Einige der bekanntesten sind:

  • Domaine de la Romanée-Conti
  • Domaine Leroy
  • Domaine Méo-Camuzet
  • Domaine d’Eugénie
  • Domaine Confuron-Cotetidot

Der Einfluss von Klimawandel und Umweltschutz

Der Klimawandel und der Umweltschutz sind zentrale Themen in der Weinwelt, und Vosne-Romanée bildet da keine Ausnahme. Die Winzer sind sich der Verantwortung bewusst, die sie für die Umwelt tragen, und setzen sich für nachhaltige Praktiken ein, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken. Einige der Maßnahmen, die ergriffen werden, umfassen:

  • Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden und Herbiziden
  • Anpassung der Bewirtschaftungstechniken, um den Wasserbedarf zu reduzieren
  • Förderung der Biodiversität in den Weinbergen
  • Verwendung erneuerbarer Energien in den Weingütern

Die Geheimnisse der Vosne-Romanée Weinproduktion

Vosne-Romanée, ein kleines Dorf in Burgund, Frankreich, ist weltberühmt für seine erlesenen Weine. Aber welche Geheimnisse stecken hinter der Weinherstellung in dieser Region? In diesem Abschnitt werfen wir einen genaueren Blick darauf.

  1. Terroir: Das Terroir von Vosne-Romanée zeichnet sich durch eine einzigartige Kombination von Kalkstein, Ton und Mergel aus. Diese Böden verleihen den Weinen ihre charakteristische Mineralität und Komplexität.
  2. Mikroklima: Die Region profitiert von einem gemäßigten Klima mit warmen Sommern und kühlen Wintern. Dieses Klima begünstigt die Reifung der Trauben und trägt zur Entwicklung der Aromen bei.
  3. Kleine Parzellen: Die Weinberge von Vosne-Romanée sind in kleine Parzellen unterteilt, die von verschiedenen Winzern bewirtschaftet werden. Dies ermöglicht eine individuelle Pflege der Reben und eine sorgfältige Selektion der Trauben.
  4. Biodiversität: Um das Gleichgewicht im Ökosystem zu erhalten, setzen viele Winzer auf biologische und biodynamische Anbaumethoden. Sie fördern so die Biodiversität in den Weinbergen und schützen die Umwelt.

Traditionelle Winzertechniken und moderne Innovationen

Obwohl die Traditionen in der Weinproduktion von Vosne-Romanée tief verwurzelt sind, sind die Winzer stets offen für Innovationen. Welche traditionellen Techniken werden noch heute angewendet, und welche modernen Methoden haben Einzug in die Weinherstellung gefunden?

  1. Handlese: Trotz technologischer Fortschritte wird in Vosne-Romanée die Handlese bevorzugt. Diese Methode ermöglicht eine sorgfältige Auswahl der Trauben und trägt zur Qualität der Weine bei.
  2. Gärung: In der Regel findet die Gärung in offenen Holzgärständern statt. Hierbei kommen sowohl wilde Hefen als auch ausgewählte Hefestämme zum Einsatz, um die gewünschten Aromen und Geschmacksprofile zu erzielen.
  3. Barrique-Ausbau: Die Weine von Vosne-Romanée reifen in Eichenfässern, um ihre Struktur, Komplexität und Tannine zu entwickeln. Dabei wird sowohl auf neue als auch auf gebrauchte Fässer zurückgegriffen.
  4. Technologische Innovationen: Moderne Techniken wie Infrarotmessungen und Drohnenüberwachung ermöglichen es den Winzern, den Zustand der Reben und Trauben besser zu überwachen und gezielter auf die Bedürfnisse der Pflanzen einzugehen.

Die Rolle der Pinot Noir-Traube

Pinot Noir ist die Hauptrebsorte in Vosne-Romanée und trägt maßgeblich zum Charakter der Weine bei. Aber was macht diese Traube so besonders?

  1. Aromatische Vielfalt: Pinot Noir ist bekannt für seine aromatische Vielfalt, die von roten Früchten wie Kirsche und Erdbeere bis hin zu Gewürzen und erdigen Noten reicht. Diese Aromenvielfalt trägt zur Komplexität der Weine bei.
  1. Reifepotenzial: Die Pinot Noir-Traube ist in der Lage, Weine mit einem hohen Reifepotenzial zu erzeugen. Dies bedeutet, dass die Weine von Vosne-Romanée im Laufe der Zeit an Tiefe und Komplexität gewinnen können.
  2. Sensibilität: Pinot Noir ist eine anspruchsvolle und empfindliche Rebsorte, die viel Pflege und Aufmerksamkeit erfordert. Die Winzer von Vosne-Romanée meistern diese Herausforderung mit viel Liebe zum Detail, um das volle Potenzial der Traube auszuschöpfen.
  3. Einzigartige Genetik: Pinot Noir hat eine besonders hohe genetische Variabilität, was dazu führt, dass es viele verschiedene Klone der Rebsorte gibt. In Vosne-Romanée werden verschiedene Klone angebaut, um die Vielfalt der Weine weiter zu erhöhen.

Die Bedeutung der Reifung

Die Reifung spielt eine entscheidende Rolle bei der Herstellung der Weine von Vosne-Romanée. Aber welche Aspekte sind dabei besonders wichtig?

  1. Fassreifung: Wie bereits erwähnt, werden die Weine von Vosne-Romanée in Eichenfässern gereift. Die Dauer und Art der Fassreifung variiert je nach Wein und Winzer, trägt aber wesentlich zur Entwicklung des Geschmacks und der Struktur des Weins bei.
  2. Flaschenreife: Nach der Fassreifung werden die Weine in Flaschen abgefüllt und reifen dort weiter. Während dieser Zeit entwickeln sich die Aromen und Geschmacksnuancen weiter, und der Wein gewinnt an Tiefe und Komplexität.
  3. Alterungspotenzial: Die Weine von Vosne-Romanée sind für ihr großes Alterungspotenzial bekannt. Manche Weine können über mehrere Jahrzehnte hinweg gelagert werden, ohne an Qualität zu verlieren. Im Gegenteil, sie gewinnen sogar an Finesse und Eleganz.
  4. Lagerbedingungen: Um das volle Reifepotenzial der Weine auszuschöpfen, ist es wichtig, sie unter optimalen Bedingungen zu lagern. Dazu gehören konstante Temperaturen, eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein Minimum an Lichtexposition.

Die Aromen und Geschmacksprofile des Vosne-Romanée Weins

Vosne-Romanée Weine sind bekannt für ihre vielschichtigen Aromen und Geschmacksprofile, die sie zu einem Erlebnis für Weinkenner und -liebhaber machen. Die typischen Noten lassen sich in folgende Kategorien einteilen:

  1. Rote Früchte: Die Weine von Vosne-Romanée zeichnen sich durch Aromen von roten Früchten wie Kirschen, Erdbeeren und Himbeeren aus. Diese fruchtigen Noten verleihen den Weinen eine angenehme Süße und Frische.
  2. Gewürze: Neben den fruchtigen Aromen sind auch Gewürznoten charakteristisch für Vosne-Romanée Weine. Hierzu zählen beispielsweise Pfeffer, Nelken und Zimt. Diese würzigen Komponenten verleihen dem Wein Tiefe und Komplexität.
  3. Mineralität: Die einzigartige Bodenzusammensetzung in Vosne-Romanée trägt zur Mineralität der Weine bei. Noten von Feuerstein, Graphit und Kreide sind typisch und verleihen dem Wein eine gewisse Struktur und Eleganz.

Komplexität und Eleganz

Die Komplexität und Eleganz der Vosne-Romanée Weine sind das Ergebnis einer Kombination aus verschiedenen Faktoren, die wir hier näher betrachten:

  1. Terroir: Die besondere Bodenbeschaffenheit und das Mikroklima in Vosne-Romanée tragen zur Entwicklung der vielschichtigen Aromen und Geschmacksprofile bei. Die Böden mit hohem Kalk- und Tonanteil verleihen den Weinen Mineralität und Struktur.
  2. Rebsorte: Die Pinot Noir-Traube ist bekannt für ihre aromatische Vielfalt und trägt maßgeblich zur Komplexität der Weine bei. Die empfindliche und anspruchsvolle Rebsorte erfordert viel Pflege und Aufmerksamkeit, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
  3. Reifung: Die Reifung in Eichenfässern und die anschließende Flaschenreife tragen zur Entwicklung der Aromen und Geschmacksnuancen bei. Während dieser Zeit gewinnen die Weine an Tiefe, Komplexität und Eleganz.

Die typischen Noten von roten Früchten, Gewürzen und Mineralität

Die Vosne-Romanée Weine zeichnen sich durch ihre typischen Noten von roten Früchten, Gewürzen und Mineralität aus. Diese charakteristischen Aromen und Geschmacksprofile sind das Ergebnis der sorgfältigen Arbeit der Winzer, des Terroirs und der Reifung. Zusammen ergeben sie ein harmonisches Ganzes und verleihen den Weinen von Vosne-Romanée ihren unverwechselbaren Charakter.

Daten zum Vosne-Romanée Wein

KategorieInformation
HerkunftBurgund, Frankreich
HauptrebsortePinot Noir
KlimaKontinental mit maritimen Einflüssen
BodenKalkstein, Ton und Mergel
AppellationenVosne-Romanée, Vosne-Romanée 1er Cru, Grand Crus

FAQs zum Vosne-Romanée Wein:

  1. Wie lange sollte ich einen Vosne-Romanée lagern?
    Ein junger Vosne-Romanée Wein kann bereits nach einigen Jahren genossen werden, aber viele dieser Weine erreichen ihre volle Reife und Komplexität erst nach 10 bis 20 Jahren Lagerung.
  2. Wie viel kostet eine Flasche Vosne-Romanée?
    Die Preise für Vosne-Romanée Weine variieren stark, abhängig von der Appellation, dem Jahrgang und dem Winzer. Eine Flasche Vosne-Romanée kann zwischen 50 und 500 Euro kosten, während die prestigeträchtigsten Grand Crus wie Romanée-Conti mehrere Tausend Euro pro Flasche erreichen können.
  1. Wie sollte ich einen Vosne-Romanée servieren?
    Ein Vosne-Romanée Wein sollte bei einer Temperatur von etwa 16-18°C serviert werden. Es ist empfehlenswert, die Flasche vor dem Servieren zu dekantieren, um den Wein zu belüften und seine Aromen voll zur Geltung kommen zu lassen.
  2. Welche Speisen passen am besten zu einem Vosne-Romanée?
    Vosne-Romanée Weine harmonieren hervorragend mit Gerichten wie Wild, Rindfleisch, Lamm, Geflügel oder geschmorten Gerichten. Auch zu mittelkräftigen Käsesorten oder Pilzgerichten passen sie ausgezeichnet.
  3. Wo kann ich Vosne-Romanée Weine kaufen?
    Vosne-Romanée Weine können in spezialisierten Weinhandlungen, bei Auktionen oder online bei vertrauenswürdigen Händlern erworben werden. Achten Sie immer auf die Herkunft und die Lagerbedingungen des Weins, um sicherzustellen, dass Sie ein qualitativ hochwertiges Produkt erhalten.

Weintourismus in Österreich : Marketing für Weinregionen und Winzer

Als eine der weltweit führenden Weinbaunationen ist Österreich für seine exquisiten Weine bekannt. Vom eleganten Grünen Veltliner und Riesling bis hin zum kräftigen Blaufränkisch und Zweigelt gibt es für jeden Gaumen den richtigen Wein.

Aber wussten Sie, dass Österreich auch ein hervorragendes Urlaubsziel für Weinliebhaber ist? Dabei ist es wichtig, dass die Winzer ihre Regionen und Weine richtig vermarkten, um mehr Besucher und damit auch Kunden anzuziehen.

Was ist Weintourismus?

Mit Weintourismus bezeichnet typischerweise Reisen in Weinanbaugebiete, um lokale Weinberge, Weingüter und die einheimische Weinkultur zu erleben.

Weinliebhaber lieben die Erkundung besonderer Regionen, die Verkostung lokaler Weine, oft in Kombination mit heimischer Spitzengastronomie, das Kennenlernen der Weinherstellungsprozesse von bekannten Winzern und vieles mehr.

Mit seinen sanften Hügeln, die mit Weinreben bedeckt sind, und seinen charmanten Unterkünften auf dem Land ist Österreich ein beliebtes Reiseziel für Menschen aus der ganzen Welt, die den Wein du die Gastfreundschaft der Menschen schätzen.

Welche Regionen in Österreich sind für Weinanbau und Tourismus bekannt?

Die berühmteste österreichische Weinregionen sind:

  • das Burgenland, wo rote Trauben wie Blaufränkisch gedeihen
  • die Südsteiermark, die sich auf aromatische Weißweine wie Sauvignon Blanc spezialisiert hat
  • die Wachau in Niederösterreich, wo einige der bekanntesten Weine des Landes wie Grüner Veltliner und Riesling angebaut werden
  • das Kremstal bei Wien mit seinen knackigen weißen Grünen Veltlinern
  • das Kamptal mit Rieslingen aus dem Donautal
  • das Traisental, wo erstklassiger Pinot Noir wächst
  • Carnuntum, bekannt für gehaltvolle Rotweine wie den Zweigelt
  • die Thermenregion, Heimat klassischer trockener Wiener Gemischter Sätze
  • das Weinviertel, das leichte Grüne Veltliner hervorbringt

Welche Möglichkeiten gibt es für Winzer, gutes Marketing zu betreiben?

Moderne Websites, Folder mit traumhaften Fotos,  gute Etiketten auf Flaschen oder besonders kreativ gestaltete Weinkartons können helfen, Ihre Botschaft über die Produkte oder Dienstleistungen Ihrer Region zu verbreiten.

Auch Social-Media-Plattformen wie Instagram oder Facebook werden für das Marketing von Winzern immer wichtiger. Sie ermöglichen es Ihnen, direkt mit Kunden in Kontakt zu treten, die an einem Besuch in Ihrer Region oder am Kauf Ihrer Weine interessiert sind.

Außerdem bieten viele Weingüter inzwischen virtuelle Führungen oder Erlebnisse an, so dass Touristen einen Eindruck davon bekommen können, was ihre Region zu bieten hat, ohne ihr Haus verlassen zu müssen!

Das ideale Reiseziel für Weinliebhaber!

Österreich ist ein ideales Reiseziel sowohl für Weinliebhaber, die einige der besten Weine Europas kennen lernen möchten, als auch für Reisende, die eine spektakuläre Landschaft mit wunderbaren Weinbergen erleben wollen.

Mit wirksamen Marketingstrategien können Winzer ein breiteres Publikum potenzieller Kunden erreichen, die etwas Besonderes suchen, wenn es an die Planung ihres nächsten Urlaubs geht.

Ganz gleich, ob Sie ein echter Weinliebhaber, der die besten Weine der Region verkosten möchte, oder ob Sie sich einfach nur darauf freuen, einige der schönsten Weingegenden Europas zu besuchen – Österreich könnte genau das Richtige für Sie sein!

Wein der deutschen Einheit – So schmeckt Deutschland

A taste of germany: 25 years on from reunification.

So lautet der Titel eines lobenswerten Projektes der Universität & Hochschule Geisenheim. Diese weltbekannte deutsche Winzerschmiede führt seit mehreren Jahren auch ein Internationales Department. Und eben dieses Department hat die Initiative zu einem „Wein der deutschen Einheit“ gestartet.

Wein der deutschen Einheit

Eine rote sowie eine weiße Cuveé sind es geworden. Der Weißweine besteht zu 60% aus Riesling (kein Wunder in Deutschland). Die restlichen 40% setzen sich aus Chardonnay, Silvaner, Scheurebe, Müller-Thurgau, Pinot Blanc und Solaris. Der Rotwein besteht zu fast 90% aus Pinot Noir (unsere deutschen Freunde würden wohl eher Spätburgunder dazu sagen).

Namhafte VDB Mitglieder und Großbetriebe haben genauso mitgemacht wie auch kleine, bislang unbekannte Weingüter. Was alle teilnehmenden Weingüter eint: irgendwer am Weingut hat mit der Hochschule Geisenheim zu tun. Meist als Absolvent.
Die entstandenen Weine sind die offiziellen Weine der deutschen Einheit und werden auch bei offiziellen Anlässen kredenzt werden.

Projekt: top. Packaging: naja

Wenn wir uns einen ganzheitlichen Blick auf diese Projekt erlauben, dann können wir festhalten, dass wir die Idee und die Umsetzung aus grundsätzlicher und ökologischer Sicht cool finden.
Nicht ganz unseren Stil trifft das Packaging.

Eine kurze Recherche ergibt, dass die Studenten aus Gerissenheit nicht nur das Projekt entwickelt und umgesetzt haben – sie haben alle wichtigen Bestandteile des Projekte quasi selbst gemacht. So auch das Packaging des Weißweins.
Vielleicht hätte man beim Design eventuell Profis ran gelassen.
Dass das auch nicht immer helfen muss zeigt der Rotwein. Das Design des Etiketts ist eine Arbeit der bekannten deutschen Künstlerin Susanne Titze. Sie entnehmen unseren Worten: gefällt uns auch nicht so ganz.

Wie schmeckt jetzt die deutsche Einheit?

Zu guter letzt müssen die beiden Weine aber freilich vor allem eines: schmecken. Und diesen Testteil haben wir uns für den Schluss aufgespart.

Wir haben den Rotwein zuerst geöffnet und ihm bei 16° Celsius eine Stunde Sauerstoff gegönnt.
Die Weiße wurde zuerst gekostet. Bei knappen 10° Celsius wurde gestartet. Gekostet wurde mit Gabriel Gläsern.

Einheitswein weiß

2014, Cuveé 60% Riesling
11,5 Vol. %

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Der weiße Wein der deutschen Einheit

Ein farblich sehr heller, aber rieslingtypischer Wein schwingt durchs Glas. Die später auftauchende, knackige Säure lässt bereits das Bukett vermuten. Ein sehr frischer Wind weht uns entgegen. Den Riesling kann das Teil aber nie leugnen. Etwas Zitrus, etwas Steinobst und auch ein paar vegetale Noten finden wir hier.

Riecht trinkfreudig und ist definitiv nicht üppig. Schlucken genommen, kurz innen gehalten und dann versucht die Eindrücke zu sammeln. Das ist zu erst mal knackig sauer. Aber weniger als man erwartet hätte (2014!).

Als zweites kommen Steinobstsorten samt der typischen Süße. Als der Schluck weg ist äußerst sich etwas am Gaumen und an den Zungenrändern, dass wohl eher Schwefel sein wird als dass es Mineralik wäre. Aber irgendwie steht dem Wein dieser Abschluss ganz gut.

Wir waren skeptisch, müssen aber festhalten: ein saubere Wein, der seinen Löwenanteil an Riesling nie verleugnet. Spannend zu erfahren wäre, was dieser Wein „im Einkauf“ kosten hätte sollen um ihn im Vergleich zu anderen Weinen betrachten zu können.
Fazit: ein trinkfreudiger Wein für die Feierlichkeiten zur deutschen Einheit. Die werden Spaß haben, die Ehrengäste von Angie M.

Einheitswein rot

2014, Cuveé 90% Pinot Noir
12 Vol. %

rotwein-einheitswein

Der rote Einheitswein

Pinot bleibt Pinot. Ein ganz typischer, leichter Rotton prägt den Wein den wir im Glas haben. Ein schlankes Burgunderchen (12%) das beim ersten „Anriechen“ auch gleich klar macht, was es sein will: everybody´s darling.

Das riecht hier, wie im Burgunder-Bastelladen. Nicht besonders tiefgründig, aber jedenfalls erkennbar und ehrlich. Man vermutet schon, dass da und dort bei den Cuveé-Bestandteilen ein wenig (oder ein wenig mehr) Holz im Einsatz war. Und das was man hier riecht schmeckt man dann so nicht.

Ein gut trinkbares, deutlich burgunderlastiges Weinchen. Beerentöne und ein Busserl Kirsch findet man schon. Ein schönes Säurespiel kann man attestieren. Im Ausklang sind da aber klare bittere Noten…die wirken ein wenig sperrig. Könnte mit mehr Luft auch weicher werden. Das war aber eine Möglichkeitsform
Fazit: auch dieser Wein wird den Feiergästen Spaß machen. Ein Wertung ersparen wir uns auch hier im Nicht-Wissen, was dieser Wein kosten soll.

Wir wissen jetzt also, wie die deutsche Einheit schmeckt. Wenn ihr das auch wollt, dann wendet euch an die Hochschule Geisenheim .

Hillinger Wein – Weinbau und mehr von Leo Hillinger

Als Leo Hillinger im Jahr 1990 den Weinbaubetrieb seiner Eltern übernahm, war er gerade einmal 23 Jahre alt, jung an Jahren, doch bereits reich an Erfahrung. Leo Hillinger besuchte mehrere Weinbauschulen und praktizierte in verschiedenen Weinbaubetrieben, sowohl im In- wie im Ausland. Heute ist das Weingut Hillinger einer der größten privaten Betriebe in Österreich. 50 Hektar Anbaufläche nennt er sein eigen und weitere 50 Hektar werden von Vertragswinzern bewirtschaftet. Rund 20 Hektar der gesamten bewirtschafteten Fläche befinden sich in den besten Weinlagen rund um Jois und Rust im Burgenland. 50 Prozent seiner Weine werden exportiert. Dabei finden sich Hillinger Weine nicht nur in Verkaufsregalen und Vinotheken, sondern sie werden auch auf Flügen der Austrian Airlines und auf Kreuzfahrtschiffen serviert.

Leo Hillinger  – Weinbauer aus Leidenschaft

Leo Hillinger ist Weinbauer aus Leidenschaft, bei seiner Arbeit überlässt er nichts dem Zufall. So werden etwa nur handverlesene Trauben verarbeitet, bei denen der entsprechende Reifegrad garantiert ist.  Für ihn muss die Traube perfekt sein und sich in der Flasche wieder finden. Dass dieser Leitsatz auch gelebt wird, beweisen seine Weine, von denen viele durch  hohe Auszeichnungen gewürdigt wurden. Neben den gängigen Weißweinsorten setzt Hillinger auch auf Welschriesling, Sauvignon Blanc, Chardonnay und Gelben Muskateller.

Und das Weingut Hillinger wäre kein burgenländischer Weinbaubetrieb, würden sich nicht auch Rotweinsorten in seinem Sortiment finden. Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent keltern neben Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot in seinem modernen Keller in Jois, der im Jahr 2004 samt Produktionshalle fertiggestellt wurde. Auch hier überließ Leo Hillinger nichts dem Zufall, zähl die Anlage doch zu den modernsten in Europa. Seinen neuen Premium-Rotweincuvée präsentierte Hillinger im Oktober 2013 unter dem verheißungsvollen Namen Icon Hill in einer von der britischen Künstlerin Zaha Hadid entworfenen Flasche. Die Linie Flat Lake, vertreten durch Blaufränkisch-Zweigelt-Limitation, Rotwein Cuvée Top Limitation Gold und Premium Selection sowie Silver Weißweincucvée und Pinot Blanc Chardonnay, finden sich auch im Weinangebot eines österreichischen Lebensmitteldiscounters.

Shops und Bars von Hillinger

2006 eröffnete Leo Hillinger seinen Flagship-Store in Parndorf, in dem das gesamte Sortiment seiner Weine angeboten wird. Vertreten durch Shops, Bars und Lounges ist das Weingut aber auch in Wien, Salzburg, Kitzbühel und München, wo in der Schrannenhalle im Hillinger Shop die Weine präsentiert werden. Hillinger Weine sind längst zu einer Marke geworden, zu einem Wahrzeichen burgenländischer Weinqualität. So wird auch im Gault & Millau gefragt, ob ein Mann, dessen Name bereits Marke ist, noch einer Positionierung bedarf.

Und doch finden sich in dem Guide für Gourmets der Blaufränkisch Terroir und der Traminer Eiswein 2012, weil sie in ihrem Charakter zwar die typische Hillinger Prägung aufweisen, sich dennoch abheben. Rar und köstlich sind die anerkennenden Worte der Geschmacksexperten. Doch dass dieses Lob für das gesamte Weinsortiment gilt, haben die vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen längst bestätigt.

Mehr: https://www.leo-hillinger.com/de

Weninger Wein – Winzer des Jahres 2013

Vater und Sohn samt Familie wurden 2013 Winzer des Jahres bei Captain Cork, dem Leitmedium für Weinfreunde. Nicht ein einzelner Winzer wurde ausgezeichnet, sondern die ganze Winzerfamilie, denn am Erfolg des Bioweinguts Weninger sind alle Familienmitglieder beteiligt. Bezeichnet als Vorreiter der Biodynamik, denn Franz Weninger stellte als erster mittelständischer Weinbauer im Burgenland auf Biobetrieb um, wurde besonders die Lebensleistung, das strenge Befolgen der selbst gesetzten Richtlinien gewürdigt. Winzer des Jahres zu sein, war jedoch Vater Franz Weninger schon einmal vergönnt, im Jahre 1996 bei Falstaff.

Weninger Wein – Erfolgsgeschichte aus Horitschon

Franz Weninger übernahm 1982 den mittelständischen Weinbaubetrieb der Eltern mit einer Anbaufläche von 7 Hektar. Der damalige Jungwinzer stellte die Produktion auf Qualitätsweinerzeugung um. Er erbaute das Weingut samt Fasskeller, Verarbeitungshalle, Degustationsraum, Gästezimmern und Wohnbereich vollkommen neu. Ab 1997 wurde von der Familie Weninger nicht nur Weinbau in Horitschon betrieben, sondern auch in Balf bei Sopron. Auch das Gut in Sopron wurde bald nach dem Erwerb auf Biobetrieb umgestellt. Seit 2002 wird es von Franz Reinhard Weninger, dem Sohn, geleitet. Schon immer stand  der Blaufränkische  auf dem Betrieb im Mittelpunkt, doch der 1999 erstmals gekelterte  Blaufränkische Dürrau zählt bis heute zu den besten Rotweinen Österreichs.

Dürrau stammt aus den Horitschoner Rieden, die  sich durch tiefgründige, schwere Böden mit einem hohen Ton- und Eisengehalt auszeichnen. Doch kann ein ungarischer Wein aus dem Hause Weninger mit seinem österreichischen Bruder mithalten, der Kekfrankos, ein mineralischer Premium-Blaufränkischer. Der Syrah sowie der Merlot aus Sopron zählen jedoch ebenfalls zu den besten ungarischen Rotweinen. 40 Prozent der ungarischen Wein werden exportiert, vorwiegend nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz.

Wie der Vater, so der Sohn

2012 übergab Franz Weninger die Leitung des gesamten Familienbetriebes seinem Sohn. Die Anbaufläche ist inzwischen auf 28 Hektar angewachsen und zum Betrieb gehört neben den beiden Weingütern auch die Weingüterkooperation Weninger & Gere im ungarischen Villany. Weninger und Gere betreuen 15 Hektar Weingärten, auf denen ausschließlich Rotweinreben wachsen, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Blaufränkisch und Merlot. In Sopron und Horitschon werden neben den Rotweinen auch Welschriesling, Gemischter Satz und Feherburgundi, ein Pinot Blanc, gekeltert.

Biodynamie from Franz Weninger on Vimeo.

Wie dem Vater ist auch dem Sohn biologischer Weinbau ein besonderes Anliegen. Nach wie vor werden auch die Trauben per Hand gelesen und schonend verarbeitet. Oft wird auf Filtration und Schönung verzichtet. Der Wein soll seine Naturbeschaffenheit bewahren, die Winzer weisen ihn lediglich in eine bestimmte Richtung. Vater und Sohn ist es wichtig, die Seele des Weins zu bewahren und nur wenig in seine Entwicklung einzugreifen.

Mehr: http://www.weninger.com/

Gager Wein – Erstklassiger Rotwein aus Deutschkreutz

In Deutschkreutz, im Mittelburgenland gelegen, wird das Weingut Gager von Josef Gager und seinem Sohn Horst bewirtschaftet. Bis 1999 wurde der Betrieb als Nebenerwerb mit 1,5 Hektar Anbaufläche bewirtschaftet. Die Qualität der Weine und somit ihre Beliebtheit stieg jedoch zusehends, sodass Josef Gager sich seit 15 Jahren nur mehr dem Weinbau widmet. Die Anbaufläche wurde auf 35 Hektar erweitert und das Gut völlig umgebaut.

Seit 2003 arbeitet auch Horst Gager hauptberuflich auf dem Weingut. Für beide steht die Pflege der Weingärten im Vordergrund, denn der Grundstein für die Qualität der Weine wird am Stock gelegt, sind die Winzer überzeugt. Die Kellerwirtschaft setzt lediglich den letzten Schliff und letztendlich wird die in der Natur erreichte hohe Qualität in die Flaschen gefüllt.

 Rote Reben im Mittelburgenland

Das Mittelburgenland wird auch als Blaufränkischland bezeichnet. Beinahe nur Rotweine werden hier angebaut, Hauptrebsorte ist der Blaufränkisch. Aber auch Zweigelt und Cabernet Sauvignon sind stark vertreten. Daneben werden auch die Sorten Merlot, Syrah, Roesler und Tannat angebaut. Das Klima und die Böden der Region, schwere Sand- und Lehmböden mit hohem Wasserspeichervermögen, eignen sich hervorragend für Rotweine, die hier einen typischen, tanninbetonten Charakter entwickeln können.

Der Blaufränkische dominiert auch im Sortiment des Weinguts Gager. So wird der Blaufränkisch Gager, der sich in einem tiefdunklen Rot mit schwarzem Kern zeigt,  seit 2003 gekeltert. Cuvèe Quattro aus den Trauben Sauvignon und Merlot, und Cuvèe Cablot, eine Cuvèe aus Sauvignon, Merlot, Blaufränkisch und Zweigelt, sind ebenso lange im Programm. 2004 wurde das Sortiment durch Q2, eine Cuvée aus Zweigelt und Rösler, und Tycoon, eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Blaufränkisch und Tannat, erweitert. Limitiert wird auch ein reinsortiger Cabernet Sauvignon gefüllt.

Gager Wein auch vor Ort genießen

Wer den Genuss von Gager Weinen mit Erholung und Urlaub verbinden möchte, ist im Deutschkreutzer Weingut bestens aufgehoben. Fünf komfortable Zimmer stehen den Gästen mitten im Ortskern  zur Verfügung und Barriquekeller sowie der Verkostungsraum laden zum Besuch ein. Zeit nehmen zum Kosten, Genießen und Erholen ist in Deutschkreutz angesagt. Und immer steht der Wein dabei im Mittelpunkt, prämiert und ausgezeichnet, wie etwa der Q2, der 2014 im Wein Guide Österreich  5 von 5 möglichen Gläsern verliehen bekam.

Auch Fastaff prämierte, gleich 9 Weine des Weinguts Gager erhielten in diesem Jahr mehr als 90 Punkte. Vater und Sohn wissen woran es ankommt, wenn es um Rotwein geht, denn auch beim ÖGZ Rotweincup 2013 waren es zwei Weine, die 5 von 5 Gläsern von der Jury zugesprochen bekamen. Die Liste der Auszeichnungen ist lang, doch um Gager Wein zu kennen, muss er gekostet werden.

Mehr: http://www.weingut-gager.at/

Grosze Weine – echte Südburgenländer mit Charakter

„Eine 0,75 Liter-Flasche ist für zwei Personen immer zu wenig“, erklärte einst Mathias Krön, Winzer am Eisenberg. Und damit auch für Zwei genug in der Flasche ist, füllt Krön nur Grosze Flaschen, 1-Liter-Gebinde, so wie es einst im Südburgenland ohnehin Tradition war.

Nicht immer war der Wiener Geschäftsmann Winzer, doch die Leidenschaft zum Wein trieb ihn in das südliche Burgenland. Er übernahm das ehemalige Vinum Ferreum, eine Vereinigung von Winzern, die Weinbau auf den steilen und schwer zu bewirtschaftenden Lagen am Eisenberg betrieben. Als Kellermeister holte er sich Markus Bach aus Würzburg an Bord. Gemeinsam keltern sie authentische Weine, in denen der Charakter der Lagen zum Ausdruck kommt. Wild, urwüchsig und manchmal sturköpfig, wie die Winzer ihn beschreiben.

Einmalige Lagen an der Grenze zu Ungarn und Slowenien

In der Region Eisenberg, an der Grenze zu Ungarn und Slowenien gelegen, treffen drei Zonen aufeinander, pannonisches, kontinentales und mediterranes Klima. Einerseits strömt warme Luft aus der Pannonischen Tiefebene ein, andererseits wesentlich kühlere aus den Waldgebieten rund um den Eisenberg, dazu ein Hauch von mediterraner Luft. Das Aufeinandertreffen der Strömungen bewirkt eine eigene Thermik, die einen besonderen Einfluss auf den Charakter des Weins ausübt.

Aber auch die Böden, Schiefer- und Schieferverwitterungsböden, zeigen eine eigene, typische Zusammensetzung, eisenhaltig, tonig mit Lehmauflagen und Quarzeinschlüssen. Mehr als 300 Tage im Jahr steht der Wein hier in der Sonne, die Niederschlagsmengen sind mit rund 650 mm jährlich dennoch relativ hoch. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht zeigen sich atypisch für eine Weinbauregion. Nicht verwunderlich, wenn Bach und Krön den Groszen Wein als wild und urwüchsig bezeichnen.

Grosze Blaufränkischer, ein kerniger Schoppen

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Der Grosze Blaufränkische – Foto: groszerwein.at

Kein Streichelwein mit Kuschelfrucht, sondern ein kerniger Schoppen, so wird der Grosze Blaufränkische bei Captain Cork beschrieben. In der Nase würzig, fruchtig, mit etwas Pfeffer, erweist er sich am  Gaumen tanninig. Und überraschend mineralig ist er, der Eigenwillige vom Eisenberg, der Trinkgenuss in der 1-Liter-Flasche. Der Gemischte Satz aus Grünem Veltliner, Muskateller, Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Welschriesling steht seinem Roten Bruder um nichts nach.

Einerseits zeigt er sich mit einer exotischen Note, andererseits durch den Welschriesling frisch und süffig, dazu kommt der würzige Ton der Muskateller Traube. Der Geschmacksreigen wird durch die anderen Sorten noch harmonisch abgerundet. Frisch und fruchtig besticht auch die Grosze Cuvèe aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah und Zweigelt mit dem Aroma von Weichsel, Kirsche und Brombeere. Typisch auch hier die Mineralik, charakteristisch für die Lagen am Eisenberg.  Ein Groszer Wein in einer Flasche, die auch für zwei Personen reicht.

Mehr unter http://www.groszerwein.at/

Müller-Thurgau – Rivaner

Die weiße Rebe Müller Thurgau, 1882 von dem Schweizer Hermann Müller im Kanton Thurgau gezüchtet, ist auch unter dem Namen Rivaner bekannt. Die Müller Thurgau Rebe entstand durch eine Kreuzung aus Riesling und Chasselas de Courtillier, auch Madeleine Royal, genannt und stellt die erfolgreichste Neuzüchtung dar. Der Name Rivaner leitet sich aus den Bezeichnungen Riesling und Silvaner her, da zunächst fälschlicher Weise  angenommen wurde, die Rebe sei eine Kreuzung aus den beiden Sorten.

Weltweit beträgt die Anbaufläche rund 42.000 Hektar, auch in Österreich ist die Rebe in allen Weinbaugebieten zu finden. In den Jahren 1999 bis 2009 verringerte sich die Anbaufläche in Österreich jedoch um etwa 40 Prozent. Der leichte, elegante Weißwein ist bei Weinkennern aber derart beliebt, dass gegenwärtig wieder vermehrt Müller Thurgau Reben gesetzt werden.

Müller-Thurgau – Rebe mit geringen Ansprüchen

Müller Thurgau ist eine sehr ertragreiche Sorte, die Erntemengen können bis über 200 Hektoliter pro Hektar ausfallen.  Sie stellt nur wenige Ansprüche an das Klima und den Boden, wobei sie auf tiefgründigen, etwas feuchteren Böden am besten gedeiht. Trockenheit gegenüber zeigt sie sich empfindlich. Anfällig ist sie aber auch gegen den Befall von Peronospora, Oidium und Stielfäule. Ebenfalls der Rote Brenner und Phomopsis können ihr zusetzen, wodurch sich für den Winzer ein größeres Maß an Pflanzenschutzmaßnahmen ergibt als bei anderen Sorten.

Da die Holzreife der Müller Thurgau Rebe mitunter schwach ausfallen kann, können Frostschäden leichter entstehen. Maifröste jedoch schaden der Blüte selten, denn die Blüten sind fest und meist finden sich fruchtbare Beiaugen. Die Reife der großen, grüngelben Trauben  tritt früh ein, sodass besonders der Rivaner oft als Sturm angeboten wird. Bereits beim Genuss der frischen Trauben lässt sich der feine Muskatgeschmack des Rivaners erkennen.

Rivaner – Qualitätsweine mit milder Säure

Der Muskatton ist typisch für den Rivaner, wobei er bei jungen Weinen am stärksten zum Ausdruck kommt. Wird der Wein jedoch lange gelagert, verliert sich das feine Aroma. Der Verlust der Muskatnote tritt oft bereits nach zwei Jahren ein. Im Geschmack blumig, zeigt sich der Rivaner in der Säure mild. Die Säure nimmt auch Einfluss auf das Muskataroma. In säureschwachen Jahren verliert sich der Muskatgeschmack deutlich schneller und die Weine altern rascher.

Je nach Lage und Reifungsbedingungen findet sich im Rivaner auch ein zarter Geschmacksanteil von Ananas, Birne und Apfel. Der leichte Wein kann als süffig bezeichnet werden. Er passt hervorragend zu einfachen Gerichten aus Gemüsen oder Geflügel. Bei zu stark gewürzten Speisen kommt der Wein  durch seinen milden Geschmack nicht zur Geltung.

Die Trinktemperatur sollte zwischen 10 und 12 Grad liegen damit er sein Aroma optimal entfalten kann. Ob als Prädikatswein pur getrunken, oder mit Soda gespritzt, der Rivaner ist stets ein leichter, erfrischender Genuss, der besonders als Sommerwein geschätzt wird.

Herkunft

Wenn ein Schweizer in Geisenheim mit Rebsorten experimentiert, dann entsteht durch die Kreuzung von Riesling x Chasselas de Courtillier (=Madeleine Royale) der Müller-Thurgau (auch Rivaner genannt).

Das war 1882 und der Schweizer der den Müller-Thurgau erfand hieß Hermann Müller. Müller-Thurgau ist vermutlich die älteste Neuzüchtung, die weltweite Verbreitung erlangt hat. 

Die bekannten Synonyme wie Rivaner und Riesling-Sylvaner weisen auf früher angenommene Kreuzungsvarianten hin. Riesling-Sylvaner ist übrigens mittlerweile als Bezeichnung sogar verboten. Also: aufpassen!

Verbreitung

2.102 ha, 4,6 % der Gesamtreibflächen sind mit Müller-Thurgau besetzt. Die Sorte ist in allen Weinbaugebieten von Österreich vertreten. Trotzdem verliert auch diese Sorte an Bedeutung. Ein Rückgang um mehr als 20% an Rebfläche sagt eigentlich alles.

Aussehen

Deformiert könnte man die Blatterscheinung des Müller-Thurgau nennen. Mittelgroß, blasig, kreisförmig, fünflappig, tief gelappt mit verdrehter Mittellappe. Klingt irgendwie „verdreht“, oder?

Eher große Trauben, mitteldicht und zylindrisch wachsend mit ovalen, grüngelb gefärbten Beeren. Das Fruchtfleisch schmeckt süßlich und nach Muskat.

Verwendung

Sehr früh reifend wird der Müller-Thurgau gerne in Form von Most, Sturm, Primeurwein verarbeitet. Weiters findet sich Müller-Thurgau als Verschnitt-Partner in vielen Jungwein-Cuveés. Grundsätzlich kann der Müller-Thurgau aber auch Prädikatsweinreife erlangen. Sein Entwicklungspotential wird oft unterschätzt. Da der Müller-Thurgau für fast alle denkbaren Krankheit ein Faible hat muss in seiner Nähe viel Pflanzenschutz für andere Sorten ausgebracht werden. Dies macht ihn in Zeiten des Bioweinbaus eher zu einem ungern gesehenem Zeitgenossen.

Wein 

Müller-Thurgau bedeutet meist frühreife, milde Weine mit leichtem Muskatgeschmack. 

Bei zu geringem Säuregehalt altern die Weine rasch und sind dann so richtig fad. Als Prädikatswein kann Müller-Thurgau eine hohes Qualitätslevel erreichen und dieses auch lange halten.

Alkoholfreier Wein – Herstellung und Geschmack des Weins ohne Alkohol

Green Pepper war der Name des ersten österreichischen, alkoholfreien Weins, hergestellt zunächst in einem Experiment, das von dem Winzer Rainer Schmid und dem Unternehmen vinumis durchgeführt wurde. Das Ergebnis überraschte, denn mit einem sofortigen Erfolg hatte niemand wirklich gerechnet. Doch der erste alkoholfreie Grüne Veltliner überzeugte in allen Bereichen, Geschmack, Aroma und Würze. Beschrieben als Wein mit frischer, ausgeprägter Würze, schlank am  Gaumen, mit pikanter Würze im Abgang, wird er inzwischen in auch andere europäische Länder exportiert.

Alkoholfreier Wein hat einen durchschnittlicher Restalkohol von 0,25 Prozent

Das Entalkoholisierungsverfahren, ein einfaches Destillationsverfahren, erfolgt im Vakuum bei einer Temperatur von 28 Grad Celsius und dauert lediglich wenige Minuten. Aufgrund der niedrigen Temperatur und der Kürze des Verfahrens bleiben selbst leichtflüchtige Aromastoffe, die sonst bei einer Destillation verloren gingen, im Wein erhalten. Die Aromastoffe finden sich im verdampften Alkohol und können dem inzwischen alkoholfreien Wein wieder zugeführt werden. Auf diese Weise bleibt der Charakter des Weines zur Gänze erhalten.

Herstellung in Österreich

Für die Herstellung werden in Österreich nur hochwertige Weine aus den verschiedenen Anbaugebieten verwendet. Für alkoholfreie Getränke gilt ein gesetzlicher Grenzwert von 0,5 Volumsprozent Restalkohol. Das angewendete Destillationsverfahren ermöglicht jedoch einen Alkoholgehalt von lediglich bis zu 0,25 Volumsprozent. Diesen Wert weisen auch viele unvergorene Säfte auf, selbst Sauerkraut hat einen Restalkoholgehalt von 0,2 bis 0,4 Volumsprozent aufweisen.

Trend zu Alkoholfreiheit bei vielen Getränken

Die Verkaufszahlen des österreichischen, alkoholfreien Weins, der inzwischen auch von anderen Erzeugern aus verschiedenen Sorten hergestellt wird, belegen den Trend der Konsumenten zu weniger Alkohol. Experten sehen den Grund in einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein, aber auch im steigenden Verantwortungsbewusstsein beim Autofahren. In Deutschland etwa betrug die Zuwachsrate bei alkoholfreiem Sekt und Wein im vergangenen Jahr über 30 Prozent. Neben der Reduktion des Alkohols spielt aber auch der geringere Kaloriengehalt des alkoholfreien Weins eine Rolle. Herkömmlicher Wein weist rund ein Drittel mehr an Kalorien auf.

Bei intensiven Rotweinen ist kaum ein Unterschied wahrnehmbar

Obwohl die Verkaufszahlen im Einzelhandel steigen, konnte sich der Alkoholfreie im Gegensatz zu Bieren in der Gastronomie noch nicht durchsetzen. Alkohol gilt als Aromenkatalysator, Kenner und Sommeliers werden deshalb den Unterschied erkennen, der für Laien kaum bis nicht wahrnehmbar ist, speziell bei Sorten wie Cabernet Sauvignon oder anderen intensiven Rotweinen. Durch die Erfahrung bei der Herstellung werden die Verfahren immer ausgereifter, sodass die Aromen in  immer intensiverem Maße erhalten werden. Alkoholfreier Wein bietet in jedem Fall eine gute Alternative zum Anstoßen und Genießen, wenn der Konsum von Alkohol vermieden werden soll. Auf das genussvolle Glas Wein mit Freunden muss selbst von Autofahrern nicht verzichtet werden, der alkoholfreie Wein macht es möglich.